AOK rechnet mit deutlich höheren Kassenbeiträgen
Sozialexperten befürchten für das kommende Jahr einen kräftigen Anstieg der Beiträge zur Krankenversicherung
Frankfurt/Main - Der Vorstandschef der baden-württembergischen AOK, Roland Sing, sagte dem "Focus": "Am 1. Januar gibt es weitere deutliche Erhöhungen." Er gehe von einer Steigerung der durchschnittlichen Kassen-Beitragssätze von derzeit 14 auf bis zu 15 Prozent aus.
Die Krankenversicherungen hatten im ersten Quartal des Jahres trotz Beitragserhöhungen und Zahlungen der Pharmaindustrie ein Defizit von knapp 900 Mio. Euro hinnehmen müssen. Nach Angaben von AOK-Sprecher Udo Barske stiegen von Januar bis Mai die Arzneimittelausgaben um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Der Kostenanstieg sei damit zwar gebremst, aber nicht gestoppt worden, sagte Barske der "Welt am Sonntag". AP
